Konzept zur neuen Website

Praxis für psychische Gesundheit

Ein Überblick über Aufbau, Gestaltung und Inhalte der neuen Website — und darüber, was dafür noch gebraucht wird.

Eine durchgehende Seite Selbst bearbeitbar Kontaktformular DSGVO-konform
Der Gedanke dahinter

Wer eine Therapeutin sucht, sucht zuerst ein Gefühl von Sicherheit.

Die wichtigste Hürde ist nicht die Information — sie ist die Frage, ob man sich meldet.

Menschen, die auf Deiner Website landen, befinden sich oft in einer Situation, in der schon das Kontaktaufnehmen Überwindung kostet. Sie lesen selten alles. Sie überfliegen, suchen etwas, das ihnen bekannt vorkommt, und entscheiden dann in wenigen Sekunden, ob sie bleiben.

Deshalb ist die Seite so aufgebaut, dass sie diese Hürde Schritt für Schritt senkt:

Der Aufbau

Acht Abschnitte, in der Reihenfolge der Fragen, die sich Besucher stellen.

Alles liegt auf einer einzigen Seite. Kein Klicken durch Unterseiten, kein Verlaufen — man scrollt und findet.

1
Der erste Eindruck
Ein Bild, ein Satz, ein Knopf. „Manchmal braucht es jemanden, der von außen mitschaut.“ Daneben Deine Telefonnummer — viele greifen lieber gleich zum Hörer.
2
Vielleicht kennen Sie das
Sechs Lebenssituationen zum Wiedererkennen. Diese Texte stammen aus Deiner bisherigen Website — sie funktionieren gut, standen bisher nur zu versteckt.
3
Wie ich arbeite
Deine vier Zugänge, jeweils ausführlich erklärt: was die Methode ist, was konkret passiert, und wofür sie sich besonders eignet. Dazu Deine Zertifizierung als Beleg.
4
Über mich
Dein Bild, Deine Haltung, Deine Qualifikationen — und Dein Werdegang als übersichtliche Liste mit Jahreszahlen.
5
So läuft es ab
Drei Schritte bis zum Erstgespräch. Nimmt die Unsicherheit, was nach dem Anruf passiert.
6
Die Praxis
Fotos der Räume und die Adresse. Wer den Raum vorher gesehen hat, kommt leichter durch die Tür.
7
Häufige Fragen
Kosten und Kassenfrage, Dauer, Schweigepflicht — und die Frage, ob das eigene Anliegen „schlimm genug“ ist.
8
Kontakt
Formular und Telefonnummer nebeneinander, damit jeder den Weg wählen kann, der ihm leichter fällt.
Zwei Entscheidungen, die auffallen

Die Methoden stehen vor „Über mich“. Wer sich in Abschnitt 2 wiedererkannt hat, will als Nächstes wissen, wie ihm geholfen wird. Die Person kommt danach — als Bestätigung, nicht als Vorstellung.

EMDR und Traumaarbeit stehen jetzt vorn. Bisher standen sie nur als Jahreszahl in Deiner Qualifikationsliste. Nach diesen Begriffen wird aktiv gesucht — sie gehören sichtbar auf die Seite.

Die Gestaltung

Frisches Grün, warme Flächen, runde Formen.

Deine Vorgaben — frisches Grün, wenig Schnörkel, rund statt eckig — bilden die Grundlage der gesamten Gestaltung.

Grundton
Warmes Creme statt kaltem Weiß
Frisches Grün
Deine Praxisfarbe
Dunkelgrün
Kontaktbereich
Warmes Rot
Nur für Knöpfe
Sandfläche
Abschnitt „Über mich“
Helles Grün
Hervorhebungen

Bewusst vermieden wurde die typische Gesundheitsfarbe Türkis — sie erinnert an Klinik und Arztpraxis. Das Grün behält seinen frischen Ton, ist aber in der Leuchtkraft zurückgenommen: freundlich, ohne ins Wellness-Hafte zu kippen.

Das warme Rot ist die einzige warme Farbe auf der ganzen Seite und kommt ausschließlich auf Knöpfen und beim Kontakt vor. Dadurch wandert der Blick von selbst dorthin, ohne dass etwas blinken muss.

Die Schriften

Überschriften
Outfit

Runde, klare Formen ohne Serifen — genau die Mischung aus Klarheit und Weichheit, die Du Dir gewünscht hast.

Fließtext
Nunito Sans

Weiche Buchstabenenden bei sehr guter Lesbarkeit — auch für Menschen, die nicht mehr die besten Augen haben.

Akzente
Caveat

Handschriftlich, sparsam eingesetzt: „Schön, dass Sie da sind“. Gibt der Seite eine persönliche Note.

Runde Formen

Knöpfe sind vollständig abgerundet, Karten und Bilder haben weiche Ecken, Symbole runde Strichenden. Je größer eine Fläche, desto stärker die Rundung — das wirkt stimmig statt zufällig.

Gut lesbar für alle

Die Schrift ist mit 17 Pixeln bewusst größer als üblich, alle Farbkontraste wurden geprüft, und die Seite funktioniert auch bei vergrößerter Systemschrift. Auf dem Handy ist sie genauso benutzbar wie am Rechner — mehr als die Hälfte Deiner Besucher wird mit dem Telefon kommen.

Das Kontaktformular

Wenige Felder, klare Sprache, sicher aufgesetzt.

Kurz genug, dass niemand abbricht — und rechtlich so gestaltet, wie es bei einer psychotherapeutischen Praxis nötig ist.

FeldPflichtAnmerkung
NamejaEin einzelnes Feld, kein Vor- und Nachname getrennt
E-MailjaFür Deine Antwort
TelefonneinFalls ein Rückruf lieber ist
RückrufzeitneinVormittags, nachmittags oder abends
AnliegenneinFreitext mit Hinweis
Wichtig beim Freitextfeld

Wenn jemand dort seine Situation schildert, entstehen Gesundheitsdaten — die stehen unter besonderem gesetzlichem Schutz. Deshalb steht direkt über dem Feld:

„Bitte schildern Sie hier nur grob, worum es geht. Für alles Weitere ist das persönliche Gespräch der geschützte Ort.“

Das ist zugleich Datenschutz und guter Rat. Dazu kommen eine ausdrückliche Einwilligung per Häkchen, verschlüsselter Versand und ein Hosting in Deutschland. Die Nachrichten werden nicht auf der Website gespeichert, sondern gehen direkt an Dein Postfach.

Deine Texte

Du kannst die Inhalte selbst ändern.

Ohne Programmierkenntnisse und ohne dass etwas kaputtgehen kann.

Nach dem Aufbau bekommst Du eine kurze Einführung — sie beschränkt sich auf drei Handgriffe: Text ändern, Bild austauschen, eine Frage im FAQ ergänzen. Du klickst auf der Seite direkt in den Text und schreibst ihn um.

Die Seite ist technisch so aufgebaut, dass Abstände, Farben und Schriften dabei fest bleiben. Auch wenn ein Text länger wird, verschiebt sich das Layout nicht. Du kannst also nichts falsch machen.

Empfehlung

Statt eines schriftlichen Handbuchs bekommst Du eine kurze Bildschirmaufnahme dieser drei Vorgänge. Erfahrungsgemäß ist das hilfreicher, weil man es sich bei Bedarf nochmal ansehen kann.

Was noch gebraucht wird

Damit es losgehen kann.

Der Entwurf steht. Für die Fertigstellung fehlen noch diese Punkte von Deiner Seite.

Zum Schluss

Was von Deiner bisherigen Seite bleibt.

Die neue Website ist kein Bruch mit dem, was Du hast. Deine Texte sind gut — sie waren nur schwer zu finden. Die sechs Lebenssituationen, Dein Satz „Einsichten entstehen aus Übersicht“ und Deine Haltung, dass die Beziehung wichtiger ist als die Methode, bleiben und rücken nach vorn.

Was sich ändert: Die Seite wird übersichtlicher, sie funktioniert auf dem Handy, sie erklärt Deine Arbeit ausführlicher — und sie zeigt Deine Qualifikationen, die bisher deutlich unter Wert kommuniziert wurden.

Nach dem Umzug bleiben Deine bisherigen Internetadressen erhalten und werden automatisch auf die neue Seite weitergeleitet. Wer Dich über Google findet, findet Dich weiterhin.